PLT-Sonderanlagen und automatisierte Bauteilbewegung

Tauchreinigung mit Bewegung, die zum Bauteil passt

Wenn eine reine Hubbewegung nicht ausreicht, planen wir die Tauchreinigungsanlage um Werkstück, Verschmutzung und Produktionsablauf herum. Aufnahme, Eintauchen, Schwenken, Drehen und Ausheben werden als zusammenhängender Prozess ausgelegt.

Keine Bewegung von der StangeDie Bewegungsart wird nicht pauschal gewählt. Geometrie, Gewicht, Hohlräume, Schmutzaustrag und notwendige Fixierung bestimmen den technischen Aufbau.
Plattform-Tauchreinigungsanlage als Basis für eine automatisierte Sonderlösung
Plattform-Tauchreinigung als technische Basis für werkstückgerechte Bewegung und automatisiertes Handling.
BauteilgeführtAufnahme und Bewegung folgen Geometrie und Schwerpunkt
Variabel bewegbarHeben, Schwenken oder Drehen nach technischer Auslegung
SPS-gesteuertRezepturen, Prozesszeiten, Freigaben und Überwachung
400 V / 50 HzElektrischer Anschluss der projektierten Industrieanlage

Funktionsprinzip

Reinigen durch abgestimmte Medien- und Werkstückbewegung

Die Charge wird in einer definierten Aufnahme fixiert und vollständig in das temperierte Reinigungsbad eingebracht. Anschließend erzeugt das abgestimmte Bewegungsprofil einen kontrollierten Medienaustausch an Konturen und in zugänglichen Hohlräumen. Nach dem Prozess fährt die Charge in eine sichere Entnahme- oder Übergabeposition.

01

Aufnehmen

Werkstücklage, Fixierung und Lastaufnahme reproduzierbar festlegen.

02

Eintauchen

Die Charge vollständig und kontrolliert in das Reinigungsmedium absenken.

03

Bewegen

Hub-, Schwenk- oder Drehbewegung entsprechend der geprüften Anwendung ausführen.

04

Übergeben

Ausheben, Abtropfen und Übergabe an Bediener oder Folgeprozess koordinieren.

Bewegungskonzept

Die Mechanik richtet sich nach Reinigungswirkung und Bauteilsicherheit

Eine stärkere Bewegung ist nicht automatisch die bessere Lösung. Entscheidend ist, dass Flüssigkeit und gelöste Verschmutzung aus den relevanten Bereichen ausgetauscht werden, ohne Bauteile, Aufnahme oder Oberfläche unnötig zu belasten.

Vertikale Agitation

Wiederholte Hubbewegung für Medienaustausch und Austrag bei stabil aufgenommenen Chargen.

Definiertes Schwenken

Bewegung innerhalb festgelegter Winkel, wenn Hohlräume gezielt geflutet und entleert werden müssen.

Kontrolliertes Drehen

Rotation für geeignete, sicher fixierte Werkstücke. Drehwinkel, Geschwindigkeit und Last werden projektbezogen geprüft.

Kombinierter Ablauf

Mehrere Bewegungsphasen, Haltezeiten und Positionen werden als Rezept in den Gesamtprozess integriert.

Sonderbau und Automatisierung

Von der Bauteilaufnahme bis zur Produktionsschnittstelle

Die Anlage wird nicht isoliert betrachtet. Beladung, Sicherheitskonzept, Medienpflege, Prozessfreigaben und Übergaben zu vor- oder nachgelagerten Arbeitsschritten werden gemeinsam projektiert.

Sonderaufnahme

Fixierung, Schwerpunkt, Entleerung und Medienzugang für das konkrete Bauteil.

Rezeptsteuerung

Bewegungsprofil, Temperatur, Zeit und Freigaben reproduzierbar verwalten.

Medienpflege

Filtration, Ölabscheidung und Oberflächenpflege entsprechend der Verschmutzung.

Prozessintegration

Beladewagen, Kran, Handling, Signale und Schnittstellen in den Materialfluss einbinden.

Laminarflow-/Wire-System als Option

Vor dem Ausheben kann eine gerichtete Oberflächenströmung aufgeschwommenes Öl und schwimmfähige Partikel zum Nebentank führen. So passiert die Charge eine gereinigte Badoberfläche.

Technische Ausführung

Aufnahme, Zugang und Bewegung als eine Einheit planen

Die Konstruktion beginnt bei der Werkstückaufnahme. Erst wenn Last, Lage, Medienzugang und Bedienablauf feststehen, werden Hubsystem, Deckel, Schutzbereiche und Automatisierung final festgelegt.

Werkstückkorb als Ausgangspunkt für eine bauteilspezifische Aufnahme
Korb oder Sonderaufnahme halten die Charge sicher und schaffen den erforderlichen Zugang für Medium und Bewegung.
Deckel- und Zugangsmechanik einer Plattform-Tauchreinigungsanlage
Zugang, Deckelmechanik und Schutzkonzept werden auf Beladung, Bewegungsraum und Bedienablauf abgestimmt.

Vorgängerlösung der bewegten Tauchreinigung

PAW PLUS

PAW PLUS bezeichnete eine frühere Lösung für vollständig bewegte Werkstückchargen im Tauchbad. Bei einer Neuauslegung übernehmen wir nicht pauschal die frühere Mechanik, sondern prüfen das notwendige Bewegungsprofil anhand des heutigen Bauteils und Prozesses.

Funktionsmerkmale der Vorgängerlösung

  • Plattform-Agitation im Tauchbad
  • Definierte Schwenkbewegung
  • 360°-Rotation bei geeigneter Werkstückaufnahme
  • SPS-gesteuerter Prozessablauf
  • Werkstückgerechte Fixierung
  • Beheizter, wasserbasierter Reinigungsprozess

Häufige Fragen

Bewegte Tauchreinigung richtig einordnen

Wann reicht eine vertikale Hubbewegung aus?

Wenn Medienaustausch und Schmutzaustrag mit einer sicheren, wiederholten Auf- und Abbewegung erreicht werden, ist die vertikale Agitation meist der konstruktiv klare Ausgangspunkt.

Wann ist eine Schwenk- oder Drehbewegung sinnvoll?

Bei Hohlräumen, Sacklöchern oder komplexen Lagen kann eine definierte Schwenk- oder Drehbewegung den Flüssigkeitsaustausch unterstützen. Die Eignung wird anhand von Bauteil, Fixierung, Gewicht und Verschmutzung geprüft.

Ist 360°-Rotation eine Standardfunktion jeder PLT-Anlage?

Nein. Eine vollständige Rotation ist eine projektspezifische Sonderfunktion und setzt eine geeignete Aufnahme, sichere Lastführung und einen geprüften Bewegungsraum voraus.

Wie werden bestehende PAW-PLUS-Anlagen betreut?

k.systems prüft Service, Ersatzteile und Modernisierung anhand von Typ, Baujahr und technischer Ausführung. Für eine neue Anlage werden Werkstück- und Prozessdaten in ein passendes PLT-Sonderkonzept übertragen.

Welche Bewegung braucht dein Bauteil im Reinigungsbad?

Schick uns Bauteilabmessungen, Gewicht, Fotos, Verschmutzung, Hohlräume und gewünschten Materialfluss. Wir entwickeln daraus Aufnahme, Bewegungsprofil und Anlagenkonzept.

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