Branche | Recyclingindustrie
Recyclinggut reinigen und Materialfraktionen gezielt trennen
Die geeignete Lösung wird projektspezifisch geprüft. Ausgangsmaterial, Zusammensetzung, Verschmutzung, Durchsatz und gewünschtes Aufbereitungsergebnis bestimmen das Zusammenspiel von Reinigung, Materialtrennung und Flüssigkeitsaufbereitung.


Vom Eingangsmaterial zum Aufbereitungsergebnis
Der Materialstrom bestimmt die Lösung
Schwankende Zusammensetzungen, anhaftende Rückstände und Fremdstoffe stellen unterschiedliche Anforderungen an die Aufbereitung. Wir prüfen die Aufgabe anhand repräsentativer Materialproben und der Anforderungen an die gewonnenen Fraktionen.
Rückstände lösen
Die Reinigung soll unerwünschte Anhaftungen vom Recyclinggut lösen. Mechanik, Waschmedium, Temperatur und Verweilzeit werden auf Material und Verschmutzung abgestimmt.
Fraktionen trennen
Materialeigenschaften und Unterschiede zwischen den Fraktionen bestimmen das geeignete Trennprinzip. Trennschärfe, Ausbeute und Materialverluste werden gemeinsam bewertet.
Weitere Verwertung vorbereiten
Restverschmutzung, Restfeuchte und Anforderungen an die nachfolgende Verarbeitung geben das Aufbereitungsziel vor. Das Ergebnis wird am vereinbarten Maßstab geprüft.
Verfahren und Anlagenkonzept
Reinigung, Trennung und Materialfluss gemeinsam auslegen
Es gibt keine pauschale Verfahrensfolge für jedes Recyclinggut. Je nach Aufgabe können Vorabscheidung, Waschstufen, mechanische oder dichtebasierte Trennschritte sowie Entwässerung und Trocknung kombiniert werden. Eignung und Reihenfolge prüfen wir projektspezifisch.

- Recyclinggut erfassen
- Reinigen und Fraktionen trennen
- Entwässern und gegebenenfalls trocknen
- Für die weitere Verwertung bereitstellen
Abgetrennte Stoffe, Schlamm und Konzentrat gezielt austragen.
Materialstrom dosieren
Korngrößenverteilung, Schüttdichte, Feuchte und Durchsatz bei Zuführung und Transport berücksichtigen.
Anhaftungen ablösen
Waschwirkung und Materialbeanspruchung aufeinander abstimmen und gelöste Verunreinigungen austragen.
Fraktionen separieren
Trennprinzip und Prozessbedingungen anhand der Materialeigenschaften und Zielqualität festlegen.
Restfeuchte einstellen
Flüssigkeit abtrennen und eine gegebenenfalls notwendige Trocknung auf den Folgeprozess auslegen.
Reinigung und Trennung können in mehreren Stufen oder in anderer Reihenfolge erforderlich sein. Sonderanlagenbau und Automatisierung verbinden die ausgewählten Schritte mit Materialzuführung, Austrag, Überwachung und vorhandenen Anlagen.
Bad- und Prozesswasseraufbereitung
Waschflüssigkeiten aufbereiten und gezielt zurückführen
Waschen verlagert Verunreinigungen vom Recyclinggut in die Flüssigkeit. Damit diese den Prozess nicht erneut belasten, werden Schmutzaustrag und Flüssigkeitsaufbereitung von Beginn an mitgeplant. Die Auswahl richtet sich nach Partikelbelastung, Ölanteil, gelösten Stoffen und benötigter Wasserqualität.
Siebe und Filtration
Grobe Feststoffe lassen sich durch Siebe vorabscheiden. Band-, Beutel- oder Kerzenfilter können nachgeschaltete Partikel zurückhalten. Filterfeinheit, Schmutzfracht, Reinigbarkeit und Wechselintervalle bestimmen die Auswahl.
Zentrifugen und Schlammaustrag
Geeignete Zentrifugen, beispielsweise Dekanter, können Feststoffe aus belasteten Flüssigkeiten abtrennen und Schlämme entwässern. Dichteunterschiede, Partikelgrößen, Viskosität und Feststoffgehalt beeinflussen das Ergebnis.
Ölabscheidung
Bei freiem, aufschwimmendem Öl kommen geeignete Skimmer oder Abscheider infrage. Stabil emulgiertes Öl erfordert eine andere beziehungsweise zusätzliche Behandlung.
Membranverfahren
Je nach Flüssigkeit können geeignete Membranverfahren zur weitergehenden Aufbereitung beitragen. Ultrafiltration kann unter anderem emulgierte Öle zurückhalten, entfernt aber gelöste Salze nicht generell. Vorbehandlung und Medienverträglichkeit werden geprüft.
Weitere Trennstufen
Sedimentation oder Flotation können je nach Belastung sinnvolle Ergänzungen sein. Ob zusätzliche Konditionierung erforderlich und mit dem Waschprozess verträglich ist, wird anhand der Flüssigkeit untersucht.
Kreislauf und Qualität
Nachspeisung, Teilstrombehandlung, Ausschleusung und Rückführung werden aufeinander abgestimmt. Schlamm, abgeschiedene Stoffe und Konzentrate benötigen einen definierten Austrags- und Entsorgungsweg.
Aufbereitetes Wasser wird nur entsprechend seiner Qualität und den Anforderungen der jeweiligen Prozessstufe zurückgeführt. Messgrößen wie Trübung, Leitfähigkeit, pH-Wert oder Temperatur werden aufgabenspezifisch gewählt; sie ersetzen nicht die Prüfung des Reinigungsergebnisses. Rückführquote und Badstandzeit werden nicht pauschal zugesichert.
Projektabhängige Prüfung
Vom Materialversuch zum abgestimmten Anlagenkonzept
Recyclinggut erfassen
Zusammensetzung, Schwankungen, Verschmutzung und Zielqualität beschreiben.
Material und Flüssigkeit prüfen
Reinigungswirkung, Trennbarkeit, Ausbeute und Flüssigkeitsbelastung anhand repräsentativer Proben bewerten.
Prozessstufen verbinden
Durchsatz, Materialtransport, Aufbereitung, Steuerung und Schnittstellen gemeinsam planen.
Ergebnis nachweisen
Abnahmekriterien, Betriebsbedingungen und Betreuung für das konkrete Projekt vereinbaren.
Für die erste Bewertung
Welche Angaben helfen bei der Auslegung?
Beschreibe Herkunft und Zusammensetzung des Recyclingguts, Korngrößen, Schüttdichte, Feuchte, Art und Menge der Verunreinigungen, vorgesehenen Durchsatz und gewünschte Qualität der Fraktionen. Hilfreich sind außerdem Materialproben, Angaben zu vorhandenen Flüssigkeitskreisläufen, Platzverhältnissen und nachfolgenden Prozessschritten.
Welches Recyclinggut möchtest du aufbereiten?
Zeig uns Ausgangsmaterial und gewünschtes Ergebnis. Gemeinsam prüfen wir Reinigung, Materialtrennung und Flüssigkeitsaufbereitung für dein Projekt.