Branche | Recyclingindustrie

Recyclinggut reinigen und Materialfraktionen gezielt trennen

Die geeignete Lösung wird projektspezifisch geprüft. Ausgangsmaterial, Zusammensetzung, Verschmutzung, Durchsatz und gewünschtes Aufbereitungsergebnis bestimmen das Zusammenspiel von Reinigung, Materialtrennung und Flüssigkeitsaufbereitung.

Große VDL-Trommelwaschanlage mit mehrstufiger Prozessführung
Beispiel einer mehrstufigen Trommelwaschanlage. Die Eignung für das jeweilige Recyclinggut wird projektspezifisch geprüft.
Recyclinggut und SchüttgutMaterialzustand, Zusammensetzung und Zuführung gemeinsam bewerten
Reinigung und MaterialtrennungRückstände lösen und verwertbare Fraktionen für den Folgeprozess vorbereiten
Flüssigkeiten aufbereitenSchmutzaustrag, Wasserqualität und Rückführung auf den Prozess abstimmen
KI-Illustration: Recyclingmaterial auf einer Förderstrecke
KI-Illustration eines Materialstroms im Recyclingprozess; keine Aufnahme einer realen Referenzanlage.

Vom Eingangsmaterial zum Aufbereitungsergebnis

Der Materialstrom bestimmt die Lösung

Schwankende Zusammensetzungen, anhaftende Rückstände und Fremdstoffe stellen unterschiedliche Anforderungen an die Aufbereitung. Wir prüfen die Aufgabe anhand repräsentativer Materialproben und der Anforderungen an die gewonnenen Fraktionen.

01

Rückstände lösen

Die Reinigung soll unerwünschte Anhaftungen vom Recyclinggut lösen. Mechanik, Waschmedium, Temperatur und Verweilzeit werden auf Material und Verschmutzung abgestimmt.

02

Fraktionen trennen

Materialeigenschaften und Unterschiede zwischen den Fraktionen bestimmen das geeignete Trennprinzip. Trennschärfe, Ausbeute und Materialverluste werden gemeinsam bewertet.

03

Weitere Verwertung vorbereiten

Restverschmutzung, Restfeuchte und Anforderungen an die nachfolgende Verarbeitung geben das Aufbereitungsziel vor. Das Ergebnis wird am vereinbarten Maßstab geprüft.

Verfahren und Anlagenkonzept

Reinigung, Trennung und Materialfluss gemeinsam auslegen

Es gibt keine pauschale Verfahrensfolge für jedes Recyclinggut. Je nach Aufgabe können Vorabscheidung, Waschstufen, mechanische oder dichtebasierte Trennschritte sowie Entwässerung und Trocknung kombiniert werden. Eignung und Reihenfolge prüfen wir projektspezifisch.

Trommelwaschanlage mit Zuführung in der Montagehalle
Trommelwaschanlage mit Materialzuführung in der Montagehalle. Ausführung und Eignung werden auf die konkrete Aufgabe abgestimmt.
Prinzipdarstellung · Material und Prozesswasser
  1. Recyclinggut erfassen
  2. Reinigen und Fraktionen trennen
  3. Entwässern und gegebenenfalls trocknen
  4. Für die weitere Verwertung bereitstellen
Waschflüssigkeit → Aufbereitung → bedarfsgerechte Rückführung
Abgetrennte Stoffe, Schlamm und Konzentrat gezielt austragen.
01 ZUFÜHREN

Materialstrom dosieren

Korngrößenverteilung, Schüttdichte, Feuchte und Durchsatz bei Zuführung und Transport berücksichtigen.

02 REINIGEN

Anhaftungen ablösen

Waschwirkung und Materialbeanspruchung aufeinander abstimmen und gelöste Verunreinigungen austragen.

03 TRENNEN

Fraktionen separieren

Trennprinzip und Prozessbedingungen anhand der Materialeigenschaften und Zielqualität festlegen.

04 ENTWÄSSERN

Restfeuchte einstellen

Flüssigkeit abtrennen und eine gegebenenfalls notwendige Trocknung auf den Folgeprozess auslegen.

Reinigung und Trennung können in mehreren Stufen oder in anderer Reihenfolge erforderlich sein. Sonderanlagenbau und Automatisierung verbinden die ausgewählten Schritte mit Materialzuführung, Austrag, Überwachung und vorhandenen Anlagen.

Bad- und Prozesswasseraufbereitung

Waschflüssigkeiten aufbereiten und gezielt zurückführen

Waschen verlagert Verunreinigungen vom Recyclinggut in die Flüssigkeit. Damit diese den Prozess nicht erneut belasten, werden Schmutzaustrag und Flüssigkeitsaufbereitung von Beginn an mitgeplant. Die Auswahl richtet sich nach Partikelbelastung, Ölanteil, gelösten Stoffen und benötigter Wasserqualität.

Siebe und Filtration

Grobe Feststoffe lassen sich durch Siebe vorabscheiden. Band-, Beutel- oder Kerzenfilter können nachgeschaltete Partikel zurückhalten. Filterfeinheit, Schmutzfracht, Reinigbarkeit und Wechselintervalle bestimmen die Auswahl.

Zentrifugen und Schlammaustrag

Geeignete Zentrifugen, beispielsweise Dekanter, können Feststoffe aus belasteten Flüssigkeiten abtrennen und Schlämme entwässern. Dichteunterschiede, Partikelgrößen, Viskosität und Feststoffgehalt beeinflussen das Ergebnis.

Ölabscheidung

Bei freiem, aufschwimmendem Öl kommen geeignete Skimmer oder Abscheider infrage. Stabil emulgiertes Öl erfordert eine andere beziehungsweise zusätzliche Behandlung.

Membranverfahren

Je nach Flüssigkeit können geeignete Membranverfahren zur weitergehenden Aufbereitung beitragen. Ultrafiltration kann unter anderem emulgierte Öle zurückhalten, entfernt aber gelöste Salze nicht generell. Vorbehandlung und Medienverträglichkeit werden geprüft.

Weitere Trennstufen

Sedimentation oder Flotation können je nach Belastung sinnvolle Ergänzungen sein. Ob zusätzliche Konditionierung erforderlich und mit dem Waschprozess verträglich ist, wird anhand der Flüssigkeit untersucht.

Kreislauf und Qualität

Nachspeisung, Teilstrombehandlung, Ausschleusung und Rückführung werden aufeinander abgestimmt. Schlamm, abgeschiedene Stoffe und Konzentrate benötigen einen definierten Austrags- und Entsorgungsweg.

Aufbereitetes Wasser wird nur entsprechend seiner Qualität und den Anforderungen der jeweiligen Prozessstufe zurückgeführt. Messgrößen wie Trübung, Leitfähigkeit, pH-Wert oder Temperatur werden aufgabenspezifisch gewählt; sie ersetzen nicht die Prüfung des Reinigungsergebnisses. Rückführquote und Badstandzeit werden nicht pauschal zugesichert.

Projektabhängige Prüfung

Vom Materialversuch zum abgestimmten Anlagenkonzept

01 ANALYSIEREN

Recyclinggut erfassen

Zusammensetzung, Schwankungen, Verschmutzung und Zielqualität beschreiben.

02 ERPROBEN

Material und Flüssigkeit prüfen

Reinigungswirkung, Trennbarkeit, Ausbeute und Flüssigkeitsbelastung anhand repräsentativer Proben bewerten.

03 AUSLEGEN

Prozessstufen verbinden

Durchsatz, Materialtransport, Aufbereitung, Steuerung und Schnittstellen gemeinsam planen.

04 INTEGRIEREN

Ergebnis nachweisen

Abnahmekriterien, Betriebsbedingungen und Betreuung für das konkrete Projekt vereinbaren.

Für die erste Bewertung

Welche Angaben helfen bei der Auslegung?

Beschreibe Herkunft und Zusammensetzung des Recyclingguts, Korngrößen, Schüttdichte, Feuchte, Art und Menge der Verunreinigungen, vorgesehenen Durchsatz und gewünschte Qualität der Fraktionen. Hilfreich sind außerdem Materialproben, Angaben zu vorhandenen Flüssigkeitskreisläufen, Platzverhältnissen und nachfolgenden Prozessschritten.

Welches Recyclinggut möchtest du aufbereiten?

Zeig uns Ausgangsmaterial und gewünschtes Ergebnis. Gemeinsam prüfen wir Reinigung, Materialtrennung und Flüssigkeitsaufbereitung für dein Projekt.

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